Salut, es ist Zeit für gute Neuigkeiten! Zuerst aber: Nein, der letzte Abstimmungssonntag war nicht nur ein Grund zur Freude. Mich hat traurig gemacht, dass die Lohngleichheitsinitiative im Aargau deutlich abgelehnt wurde. Und ich bin wütend, mit welchen haarsträubend muslimfeindlichen Argumenten in Weinfelden ein Grabfeld für muslimische Menschen abgelehnt wurde. Gleichzeitig passierte in der Schweiz so einiges Gutes am letzten Abstimmungssonntag. Von meinen liebsten drei Abstimmungsergebnissen will ich dir erzählen. Uri: 136 Stimmen verhinderten unfaires Sozialhilfegesetz Sozialhilfebetrug ist extrem selten. Effektiv betrügen Superreiche via Steuerhinterziehung. Trotzdem wollten rechte Kräfte in Uri mehr Sozialdetektive – reine Schikane, wenn du mich fragst. Fand eine knappe Mehrheit der Urner Stimmberechtigten auch: Sie lehnten das neue Gesetz ab. Mit 136 Stimmen Vorsprung! Zürich: Steuervorlage abgelehnt Schon vor fünf Jahren hat mein Kanton die Gewinnsteuern gesenkt. Das sollte nun wieder passieren, und zwar so, dass nur die grössten 20 Firmen davon profitiert hätten. Da wären riesige Steuerausfälle auf Zürich zugekommen, die sich etwa bei Schulen und dem ÖV niedergeschlagen hätten. Die Stimmbevölkerung hatte genug davon, Konzerne zu verwöhnen, und sagte Nein. Ich auch. Keine längeren Öffnungszeiten in St. Galler Läden Schon viermal hat der Kanton St. Gallen über längere Ladenöffnungszeiten abgestimmt. Was erstmal spassig klingt, geht immer zulasten von Verkaufspersonal, dessen Arbeitsbedingungen eh schon schlecht sind. Wenig erstaunlich also, kam die Idee, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten, von der FDP, der SVP und der GLP. Die St. Galler*innen sagten zum Glück ein weiteres Mal Nein. Das wären meine guten Neuigkeiten vom letzten Sonntag. Im Brieftaubentempo, weil ich am Montag frei hatte. Sich Pausen zu nehmen, ist immer wieder meine liebste gute Neuigkeit. Wir lesen uns in der Sommersession! Herz, ![]() ![]() Copyright © 2025 Rosa Briefe. All rights reserved. Willst du mir Post schicken? Meine Adresse lautet: ![]() |